Also hier ist unsere gemeinsame Geschichte :-)
Vielen Dank an alle die mitgemacht haben.
Wegen Klimawandel verschlafen Bienen das Frühjahr
Schon seit Wochen herrscht eisige Kälte, dabei ist es schon Mitte Mai. Schneeglöckchen und Narzissen sind schon lange verblüht, jetzt stehen die Obstbäume in voller Blüte. Nur wer sich nicht blicken lässt, dass sind die Honigbienen. Imker Sebastian macht sich auf seine Bienenvölker zu kontrollieren. "Ja, Herrschaftszeiten, was ist denn das" poltert er los. Da lümmeln sich doch seine Bienen schlaftrunken in ihren Waben, gähnen lauthals, räkeln ihre Flügel und denken gar nicht daran zu arbeiten und Honig einzusammeln und die Blüten zu bestäuben. Obwohl Meteorologen festgestellt haben, dass sich der Frühlingsanfang aufgrund des Klimawandels immer weiter nach vorne verschiebt, scheint das dieses Jahr nicht der Fall zu sein. Was könnte der Imker machen damit seine Bienen jetzt fliegen? Er erörtert das Thema mit seinem Freund Professor Jannik Clever. Und dem fällt ganz bestimmt eine Lösung ein.
Aber zuerst muss Prof. Jannik sich um seinen Hund kümmern. Er füllt den Fressnapf mit Trockenfutter. Dabei kommt ihm eine Idee. Sonntagskaffee nämlich. Dadurch sollte es doch so warm werden, dass die Bienen aufwachen. Es wäre doch zu schade, wenn es dieses Jahr keinen Honig geben würde.
Dann bespricht er seine Ideen mit Sebastian.
"Sie könnten:
1. Eine Tasse Kaffee unter die Waben stellen. Der Kaffeeduft könnte sie wecken.
2. Ein großes Feuer entzünden. Da wird es vielleicht so heiß, dass die Bienen ausfliegen.
3. Händewärmer benutzen und in das Häuschen stellen. Dann kommen sie vielleicht."
"Danke für die Ideen!"
Zuerst stellt er dem Bienenstock eine frische Tasse Sonntagskaffee hin. So recht klappt das aber auch nicht. Selbst verschiedene Kaffeesorten probiert Sebastian, aber den Bienen ist das ziemlich egal ob der Kaffee aus Italien (Espresso), Deutschland (Tschibo „Milde Sorte") oder Neuseeland („Flat White") kommt.
Danach probiert er es mit Taschenwärmern. Das sind so kleine Schachteln, die Wärme abgeben. Gibt verschiedene Prinzipien, manche gehen auf chemische Reaktionen zurück, die dann Wärme produzieren, manche werden einfach im Wasserkocher „heiß
gekocht". Da könnte man doch sicher auch was für die Bienen machen, denkt sich der Skifahrer Imker.
Es ist schon halbwegs durch den Frühling, als Sebastian die Taschenwärmer durch die verschiedenen Schlitze im Bienenstock hineinschiebt. Die Königin wird wach, ist hell erfreut über den pinkfarbenen Taschenwärmer, zieht ihn an und ist sofort putzmunter, aber ans Arbeiten denkt sie gar nicht. Sie stupst alle anderen teilweise noch schlafenden Bienen an, aber mehr interessiert sind diese auch nicht. Also bleibt nur noch eine Taktik. Das Feuer.
Diese Idee gefällt dem Imker aber nicht, weil wenn das Feuer zu viele Flammen hat, verbrennt der Bienenstock, wenn es zu heiß ist, dann schmelzen die Flügel zusammen und wenn es zu viel qualmt, dann ersticken die Bienen.. Deswegen setzt sich Imker Sebastian mit seinem Freund Professor Jannik Clever hin. Die beschließen eine Fußbodenheizung einzubauen. Sie legen Heizstäbe in den Bienenstock. Diese sind an einen Temperaturregler angeschlossen, damit man die Wärme besser regulieren kann. Auch das gefällt den Bienen. Zusätzlich leiten die beiden Forscher Düfte in den Bienenstock. Sie probieren es mit Sandelholzöl (Indien), Rose (Holland) und Kiwifrucht (Neuseeland). Am Ende hat sich bei der wissenschaftlichen Studie auf der Insel Mainau festgestellt, dass die Bienen besonders gerne die exotischen Blumen bevorzugten. Das riecht sehr verlockend. Schnell ziehen die Bienen ihr gelb-braun gestreiftes Arbeits-T-Shirt an bürsten sorgfältig ihre Beine, damit der Blütenstaub auch schön haften bleibt und machen sich an die Arbeit.
Bleibt zu hoffen, das die Idee mit den Heizstäben auch im nächsten Jahr Erfolg hat und die Bienen sich an die veränderten Klimaverhältnisse anpassen und rechtzeitig mit dem Bestäuben der Pflanzen beginnen.
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